Donnerstag, 21. Dezember 2006

Sunnwend


19.53 Uhr. Ich sitze da mit einem Bier (alkoholfreies Feldschlösschen, das Beste der Alkoholfreien) und denke darüber nach, was ich nun eigentlich getan habe.

Ich habe.....ein Ritual für die heutige Sonnwendfeier mit der Familie entworfen, und zwar nach der "Ritualwerkstatt" (s. Bild). Das hat mir zwei Freiheiten gegeben:
1. Die Freiheit der Imagination, wie es ablaufen und aussehen könnte.
2. Die Freiheit der Improvisation, ich wusste den Ablauf, so bestand Toleranz für Störungen und "Unebenheiten".

Als die Familie um 17.40 Uhr nach Hause kam, war es natürlich dunkel. Ich stand aber schon am brennenden Feuertopf und konnte so Frau und Kinder begrüssen. Mit ein paar Sätzen beschrieb ich, was es mit dieser Nacht früher auf sich gehabt hatte und heute noch hat. Den Sumbel habe ich stark strukturiert: 1. Wofür lobe ich mich? 2. Wem danke ich? 3. Was möchte ich in Zukunft tun? Auch die Kinder waren diesmal miteinbezogen, die sollen sich das auch mal überlegen (natürlich nicht am Methorn! Die hatten Holderensirup im Hörnchen!). Im gemütlichen Teil brieten wir Bratwürste und Fladenbrot und redeten ausserhalb eines rituellen Rahmens miteinander. Prompt kam dann noch ein Dank an und für die Grosseltern hoch! Dann beklagten die Buben die Kälte und wollten rein. Dafür bestand auch Spielraum, so dass meine Frau und ich noch eine Weile am Feuer sitzen konnten.

Schliesslich zündete ich mit einem der Burschen zusammen die erste der Zwölfnacht-Kerzen an, gefolgt vom Abschluss: Zu "Kuin Ikuinen" von Moonsorrow ein wilder Tanz mit den Buben. Die genossen das Herumgewirbel und die Nähe zum Vater in diesem Folk-Lebenstanz.

Jetzt bin ich müde. Der Familie hat's gefallen. Das Bierchen ist fast unten. Die Götter der Lust sehen mir beim Schreiben zu und grinsen mich an. Heile, geweihte Nächte!

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