Montag, 5. Februar 2007

Runenfärben


Eigentlich schreibe ich heute in der Vergangenheit. Denn das Ritual, das ich hier aufzeige, liegt schon länger zurück. Es ist denn auch kein Ritualbeschrieb.

Es war Zeit. Ich habe nicht willkürlich und eigenmächtig entschieden, sondern spürte deutlich in und an mir, dass die Zeit da war für mich, mir rote Runen zu färben (die ich allerdings nicht selbst geritzt habe), die mit meinem Blut, meinem Leben in Verbindung stehen. Nun sollte es nicht einfach ein Anmalen der Runen werden. Im würdigen, respektvollen rituellen Rahmen vor dem Götteraltar mit dem Bildnis des Göttervaters und Runenfinders nahm ich jedes Runentäfelchen aus der Schale und fuhr den Linien mit blutroter Farbe nach. Das physische Opfer dafür war nicht mein Blut, symbolisch aber doch. Jede Rune fragte ich, was sie mir sagen will, was ich davon schon erlebt habe, was die Einweihung ist. Und so floss mein Lebensblut in die Runen, und sie wurden lebendig für mich. Das ganze gestaltete sich zu einem "Werkritual", aus dem ich sehr ruhig und besonnen hervorkam.

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